ESO Update 51 steht derzeit besonders im Mittelpunkt: Auf dem Testserver warten ein ungewöhnliches Gerüchte-System, Solo-Versionen zweier Gruppendungeons und überraschend viele Komfortverbesserungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Update 51 ist seit dem 3. August auf dem PC/Mac-Testserver verfügbar.
- Das Gerüchte-System verzichtet bewusst auf klassische Questmarkierungen.
- Mit „High Seas of Tamriel“ wird ein neues Seefahrer-Event getestet.
- March of Sacrifices und Moon Hunter Keep erhalten Solo-Versionen.
- Ein verschiebbares HUD, ein VFX-Regler und die Rückkehr der Drei-Team-Schlachtfelder sind vorgesehen.
- Die Inhalte befinden sich noch im Test und können sich verändern.
ESO probiert wieder etwas Neues aus
The Elder Scrolls Online hatte im vergangenen Monat keinen klassischen großen Live-Release. Trotzdem ist derzeit mehr Bewegung im Spiel, als es zunächst den Anschein hat. Am 3. August öffnete ZeniMax Online Studios den öffentlichen Testserver für Update 51. Der Patch enthält nicht nur Fehlerkorrekturen und Balanceänderungen, sondern mehrere Systeme, die den Alltag in Tamriel spürbar verändern könnten.
Am interessantesten finde ich dabei das neue Gerüchte-System. Statt euch mit Markierungen von einem Ziel zum nächsten zu führen, liefert ESO lediglich Hinweise. Ihr müsst selbst überlegen, wohin euch eine Spur führt und wie sich das jeweilige Geheimnis lösen lässt. Die Gerüchte werden in Flüstern, Pläne und Verschwörungen unterteilt und besitzen einen eigenen Bereich im Questtagebuch.
Das könnte genau die Art von Inhalt sein, die einer bekannten Spielwelt wieder etwas Geheimnis zurückgibt. Wer jeden Marker auf der Karte abarbeitet, wird hier bewusst nicht vollständig an die Hand genommen.
Seeschlachten und handelbare Antiquitäten
Ebenfalls getestet wird das neue Event „High Seas of Tamriel“. An der Goldküste begegnet ihr dem Geist eines früheren Kapitäns, helft bei der Wiederherstellung einer verzauberten Schiffsglocke und tretet in einer Schiffsschlacht gegen Maormer an. Hinzu kommen Tauchgänge, Unterwassergegner und Schatzsuche.
Als Belohnungen sind maritime Stilseiten, Einrichtungsgegenstände und Fortschritte für ein Reittier vorgesehen. Bemerkenswert sind außerdem handelbare Antiquitäten-Hinweise. Einige davon führen erstmals zu Bauplänen für Möbel, die anschließend mehrfach hergestellt werden können.
Zwei Gruppendungeons werden solo spielbar
In einer späteren Testwoche sollen March of Sacrifices und Moon Hunter Keep als Solo-Dungeons folgen. Spieler können die Geschichten dann allein oder zusammen mit einem Gefährten erleben. Über optionale Erschwernisse lässt sich der Schwierigkeitsgrad stufenweise erhöhen – von einer entspannten offenen-Welt-Erfahrung bis zu einer Herausforderung oberhalb gewöhnlicher Solo-Arenen.
Diese Richtung halte ich für sinnvoll. Viele ältere Dungeons erzählen interessante Geschichten, werden von eingespielten Gruppen aber meist in hohem Tempo durchlaufen. Eine Solo-Variante gibt neuen oder zurückkehrenden Spielern die Gelegenheit, Dialoge und Umgebung tatsächlich wahrzunehmen.
Kleine Änderungen mit großer Wirkung
Update 51 testet außerdem ein frei positionierbares HUD auf dem PC, schnelleres Vorankommen bei Antiquitäten, anheftbare Erfolge und Einstellungen zur Intensität visueller Effekte. Drei-Team-Schlachtfelder sollen in die normale Rotation zurückkehren. Gleichzeitig vereinheitlicht ZeniMax mehrere Waffen- und Magie-Boni und überarbeitet Teile der Alchemie.
Gerade der VFX-Regler könnte im Gruppenspiel wichtig werden. ESO kann in großen Kämpfen schnell unübersichtlich wirken. Wenn sich besonders intensive Effekte reduzieren lassen, verbessert das nicht nur die Übersicht, sondern möglicherweise auch die Zugänglichkeit.
Was steht als Nächstes an?
Der Testzyklus läuft noch. Nowhere Vault und die Solo-Dungeons werden erst in späteren PTS-Wochen freigeschaltet. Deshalb sollten konkrete Zahlen, Balanceänderungen und einzelne Funktionen noch nicht als endgültig betrachtet werden.
Der erste Eindruck ist dennoch positiv: Update 51 greift Erkundung, Benutzeroberfläche, ältere Dungeons, PvP und Housing gleichzeitig auf. Besonders das Gerüchte-System könnte zeigen, ob Tamriel auch nach vielen Jahren noch Raum für echte Entdeckungen besitzt.

