Die erste Septemberwoche bringt mehrere konkrete Termine für MMO-Spieler. RuneScape legt sich auf den Start von Havenhythe Part II fest, Final Fantasy XIV steht unmittelbar vor Patch 7.56 und Albion Online schickt seine Gilden nach dem Start von Dragonfire schon in die nächste Saison. Dazu zeigt Blizzard, wie es mit Midnight weitergeht, während Camelot Unchained seine Prioritäten für den Herbst neu ordnet.
Wir fassen die wichtigsten MMO-Entwicklungen der Woche vom 31. August bis 6. September 2026 zusammen.
Albion Online: Dragonfire ist da – Season 34 folgt am 12. September
Für Albion Online begann die Woche mit einem der größeren Inhaltsupdates des Jahres. Dragonfire ist seit dem 31. August live und öffnet mit den Ancient Lands eine neue Region aus schwebenden Inseln, in der die namensgebenden Drachen zu den zentralen Gegnern gehören.
Das Update erweitert dabei nicht einfach nur die bestehende Welt um ein weiteres Gebiet. Die Ancient Lands setzen auf unterschiedliche Gruppengrößen und verbinden Erkundung, PvE und PvP stärker miteinander. Für Gruppen von Einzelspielern bis hin zu größeren Verbänden entstehen dadurch neue Wege durch die Region.
Schon am 12. September folgt der nächste wichtige Termin. Dann beginnt Season 34. Für Albion Asia fällt der Start auf 00:00 UTC, während die Saison in Europa und Amerika um 11:00 UTC beginnt. Passend zu Dragonfire kommen zusätzliche Guild-Might-Stufen hinzu. Gleichzeitig testet Sandbox Interactive Änderungen am groß angelegten PvP, unter anderem durch die Entfernung von Resilience Penetration für diese Saison.
RuneScape: Havenhythe Part II bekommt einen festen Termin
Bei RuneScape ist der September inzwischen deutlich konkreter geworden. Jagex hat bestätigt, dass Havenhythe Part II am 28. September 2026 erscheint. Aus dem bisherigen groben Winterfenster wird damit ein fester Veröffentlichungstermin.
Zuvor steht allerdings ein technisch wichtiger Schritt an. Bereits am 7. September startet auf Windows eine freiwillige Open Beta des neuen Vulkan-Renderers. RuneScape verwendet bislang OpenGL. Mit Vulkan will Jagex langfristig unter anderem die CPU-Auslastung, Multithreading, Streaming und die Unterstützung moderner Grafikfunktionen verbessern.
Die Umstellung soll bewusst schrittweise erfolgen. OpenGL verschwindet also nicht sofort. Zunächst sammelt Jagex über die freiwillige Windows-Beta Daten zu Stabilität, Darstellungsfehlern und Performance. Android sowie die Apple-Plattformen sollen später folgen.
Final Fantasy XIV: Patch 7.56 erscheint am 8. September
Auch bei Final Fantasy XIV müssen Spieler nicht lange auf den nächsten Schritt warten. Square Enix veröffentlicht Patch 7.56 am 8. September 2026.
Der Patch führt die aktuelle Hauptgeschichte weiter und erweitert zugleich die Inhalte rund um den Beastmaster. Square Enix hat im Vorfeld neue Szenen aus den Main Scenario Quests sowie weitere Kämpfe für Beastmaster im Crucible of the Unbroken gezeigt. Gleichzeitig endet mit der Wartung für Patch 7.56 die elfte PvP-Serie.
Für Final Fantasy XIV ist das damit eher ein Zwischenkapitel als ein großer Neustart. Der Blick reicht längst weiter bis zur kommenden Erweiterung Evercold im Januar 2027. Patch 7.56 liefert aber zunächst den nächsten konkreten Termin für aktive Spieler.
World of Warcraft: Blizzard zeigt Midnight 12.1.5
Blizzard hat in dieser Woche außerdem ausführlicher gezeigt, was Spieler in World of Warcraft mit Update 12.1.5 erwartet. Ein Veröffentlichungsdatum gibt es noch nicht, inhaltlich ist die Richtung aber bereits ziemlich klar.
Im Mittelpunkt steht der Abschluss der aktuellen Geschichte um Quel’Thalas und Zul’Aman. Die neue Kampagne „The Promise of Tomorrow“ führt zum Konflikt mit Kith’ix. Dazu kommt mit „The Unbinding of Kith’ix“ ein neuer Raid mit einem einzelnen Boss.
Ergänzt wird das Update durch Labyrinths, den Labyrinth of Kindo’jan und die Aqir Invasions als neues Outdoor-Ereignis. Blizzard bleibt damit beim aktuellen Modell, zwischen den großen Saisonwechseln kleinere Inhaltsupdates mit Story, Gruppeninhalten und Aktivitäten in der offenen Welt einzuschieben.
Wann 12.1.5 tatsächlich live geht, bleibt vorerst offen. Gerade deshalb ist die aktuelle Vorschau interessant: Inhaltlich lässt sich das nächste Kapitel bereits gut einschätzen, beim Termin hält sich Blizzard dagegen noch zurück.
Camelot Unchained konzentriert sich wieder stärker auf RvR
Bei Camelot Unchained ist die wichtigste Meldung der Woche weniger ein einzelner Patch als eine neue Entwicklungsrichtung. Unchained Entertainment hat am 1. September seine Herbst-Roadmap vorgestellt und beschreibt darin, wie sich die Prioritäten seit dem Early-Access-Start verschoben haben.
Statt möglichst schnell neue Klassen und Gebiete nachzuschieben, liegt der Schwerpunkt derzeit stärker auf dem Kern des Spiels: Realm-vs-Realm. Dazu gehören Verbesserungen am Kampfsystem, reaktionsschnellere Bewegung, Änderungen an der Ability Queue und zusätzliche Gründe, um um umkämpfte Gebiete zu kämpfen.
Auch die Charakterentwicklung soll ausgebaut werden. Die aktuelle Stufenobergrenze von 10 ist nur der Anfang. Weitere Fortschritte sollen Spieler künftig stärker aus den sicheren Heimatgebieten hinausführen.
Besonders interessant ist die Rückkehr der Belagerungstechnik. Im September sollen zunächst interne Tests mit Belagerungswaffen und Toren beginnen. Läuft das stabil, will das Studio die Tests später auf Spieler ausweiten und das System im Herbst um zerstörbare Mauerteile und weitere Belagerungsgeräte ergänzen.
Project: Gorgon legt vier Server zusammen
Bei Project: Gorgon stand diese Woche dagegen eine ganz praktische Änderung an. Mit dem „Voltronin‘ Update“ wurden die Server Laeth, Miraverre, Strekios und Dreva zu einem gemeinsamen Dreva-Server zusammengeführt.
Die Entwickler reagieren damit auf zu geringe Bevölkerungszahlen einzelner Welten, die insbesondere die Gruppensuche erschwert hatten. Charaktere der zusammengelegten Server bleiben erhalten. Bei Namenskonflikten können betroffene Spieler ihren Charakter kostenlos umbenennen.
Das Update bringt daneben die ersten Steam-Erfolge und weitere Überarbeitungen an der Benutzeroberfläche. Die Serverzusammenlegung dürfte für aktive Spieler aber die deutlich spürbarste Änderung sein.
Die nächsten MMO-Termine stehen schon vor der Tür
Die kommende Woche startet unmittelbar mit mehreren festen Daten. Am 8. September erscheint Final Fantasy XIV Patch 7.56. Einen Tag später steht bei Lost Ark die zweite Phase der Serverzusammenlegung an. Ursprünglich war sie für den 2. September vorgesehen, nach der langen Ausfallzeit rund um die erste Phase wurde sie jedoch auf den 9. September verschoben.
Am 12. September beginnt anschließend Season 34 in Albion Online. RuneScape-Spieler können sich bereits den 28. September für Havenhythe Part II vormerken.
Damit bleibt der September auch nach dem Ende der Gamescom-Welle dicht gefüllt. Besonders auffällig ist dabei, dass es in dieser Woche weniger um große Neuankündigungen ging. Stattdessen werden viele der Projekte, die bereits laufen, konkreter: Termine werden festgezogen, technische Grundlagen modernisiert und bestehende Systeme überarbeitet.
Quellen
Albion Online – Dragonfire ist live
Albion Online – Season 34 startet am 12. September
RuneScape – September’s Month Ahead
RuneScape – Vulkan-Beta startet im September
Square Enix – Final Fantasy XIV Patch 7.56
Blizzard – World of Warcraft Midnight Update 12.1.5
Camelot Unchained – Autumn Roadmap & Production Roundup
Project: Gorgon – Voltronin’ Update
Lost Ark – Server Merge Timing & Paradise Update

